SPS Schädlingsbekämpfung P. Schürmann GmbH

Bisterstraße 3
47906 Kempen
Deutschland
Telefon 0 21 52 - 89 94 15
Telefon 0 21 52 - 89 95 21
Telefax 0 21 52 - 95 70 03
E-Mail: info@spsgmbh.de

Cepa certified DIN EN 16636 DQS

Schädlinge

Was sind Schädlinge?
Von alters her sind zahlreiche Tierarten bekannt, die in die menschliche Behausung eindringen, um dort die Vorräte, die gelagerten Materialien oder den Menschen selbst zu befallen. Diese Tierarten, die auf unterschiedlichste Weise (Flug, Zulauf, Körperkontakt, Haustiere) in die Wohnungen gelangen können, vermehren sich dort bei günstigen Bedingungen (Futter, schützende Verstecke) oft explosionsartig und sind dann nur schwer zu vertreiben. Diese ungebetenen Gäste, die bei echten Schadwirkungen als Schädling, Schmarotzer oder Parasit bzw. pauschalisierend als Ungeziefer bezeichnet werden, gehören im wesentlichen zum zoologischen Stamm Arthropoda (Gliedertiere) mit den einzelnen Gruppen Zecken, Milben, Spinnen, Skorpione und Insekten. Nur wenige andere Tierstämme sind noch beteiligt, können aber, wie z.B. Fadenwürmer (Nematoden) oder Säugetiere (Ratten, Mäuse), im Einzelfall durchaus in großer Individuendichte auftreten. Im Einzelnen werden bei den Schädlingen nach ihrem Aufenthaltsort bzw. der Schadwirkung folgende Gruppen unterschieden:

1. Hygiene- und Gesundheitsschädlinge
Hierbei handelt es sich um Arten, die direkt durch Stich oder Biss (Blutsauger = Ektoparasiten) oder indirekt durch Fäkalien (z.B. Ratten) Krankheitserreger des Menschen bzw. seiner Haustiere übertragen und so zu Krankheiten führen. In diese Kategorie gehören auch solche Arten, die durch massenhaftes Auftreten (z.B. Staubmilben) als Auslöser von Allergien indirekt massive Erkrankungen bewirken.

2. Vorratsschädlinge
Die hier einzuordnenden Tiere befallen gelagerte Nahrungs- und Futtervorräte und können dabei eventuell ganze Ernten vernichten, was schon in der Bibel beschrieben und in Inquisitionszeiten Hexen angedichtet wurde. Aber auch in modernen Zeiten müssen viele Nahrungsmittel wegen Schädlingsbefall im großen Maße verworfen werden, insbesondere bei den immer länger werdenden Transportwegen. Aufgrund der häufig sehr geringen Körpergröße der Schädlinge oder ihrer Nachtaktivität (z.B. Nager) bleibt ein Befall meist solange verborgen, bis massivste Schäden auftreten. Aus diesen Gründen haben einige Länder umfangreiche Vorschriften erlassen, um ein Einschleppen derartiger Schädlinge zu verhindern.

3. Materialschädlinge
Diese Arten zerstören Materialien, die tierischen (z.B. Pelze, Wolle) bzw. pflanzlichen Ursprungs (Stoffe, Holz, etc.) sind, oder anorganische Materialien, indem sie diese fressen oder auskratzen (z.B. Mörtelbiene). Diese Schädigung kann von außen erfolgen (z.B. Motten) oder von innen (z.B. Holzkäfer = “Holzwürmer“). Derartiger Fraß zerstört eventuell wertvollste Materialien und kann (insbesondere in den Tropen bei Termitenbefall) ganze Häuser zum Einsturz bringen oder wertvollste Altertümer vernichten (z.B. Holzwurm antikes Mobiliar).

4. Lästlinge
Hierbei handelt es sich um Arten, die keine deutliche Schadwirkung haben, deren massenhaftes Auftreten aber zu Belästigungen in vielerlei Hinsicht (optisch, akustisch, ästhetisch, physisch) führt. Selbst an sich nützliche Tiere wie Spinnen werden häufig bei massivem Auftreten als lästig empfunden. Von anderen Vertretern dieser Gruppe (z.B. Bienen, Wespen) kann zudem noch eine Bedrohung für die Gesundheit infolge der beim Stich injizierten Gifte ausgehen.

Neben diesen vier Kategorien der Schädlinge finden sich häufig – ebenfalls meist in großer Individuenzahl – Nützlinge, Zufluginsekten und Zufallsgäste, die das Haus als Schutzraum vor eigenen Feinden und vor der Kälte aufsuchen oder als Jagdgebiet benutzen
(Nützlinge, u.a. Spinnen).

Aus: Mehlhorn B., Mehlhorn H.: Zecken, Milben, Läuse, Schaben – Schach dem Ungeziefer. Springer Heidelberg, 2. Auflage (1992)